Das deutsche Arbeitsrecht verpflichtet keinen Arbeitgeber/Reeder, Tarifverträge auf Arbeitnehmer an Bord seiner Schiffe unter deutscher Flagge anzuwenden. Die Tarifverträge in der deutschen Schifffahrtsindustrie (Manteltarifvertrag See und Heuertarifvertrag See) gelten nur, wenn: Die Thüringer CDU zeigte nach der Landtagswahl 2019 interne Meinungsverschiedenheiten. Während zwei Landtagsabgeordnete und einige Kommunalpolitiker eine Annäherung an die AfD vorschlugen,[8][9] sprachen sich andere für Gespräche mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow aus. Dazu gehörte Mike Mohring, der Landesvorsitzende der CDU in Thüringen. Ende Oktober besuchte er die Bundesvorsitzende der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, mit der Absicht, sich anschließend mit Ramelow zu treffen. Sie erinnerte daran, dass die CDU weiterhin die “Unvereinbarkeit der Zusammenarbeit mit der Linkspartei” betrachte und Mohrings Kontakt zu Ramelow nur eine “parlamentarische Selbstverständlichkeit” sei. Linke, SPD und Grüne nominierten Bodo Ramelow als Kandidaten, wie es in der mit der CDU erzielten Vereinbarung heißt. Die Zusammenarbeit der vier Parteien sieht vor, dass Bodo Ramelow am 4. März 2020 zum Ministerpräsidenten gewählt wird und eine Minderheitsregierung aus Linken, SPD und Grünen führt. Im Gegenzug wurde vereinbart, dass Neuwahlen in den Landtag erst am 25. April 2021 stattfinden sollen. Ein sogenannter “Stabilitätsmechanismus” soll in dieser Zeit für eine funktionierende Regierung sorgen: Die CDU verpflichtet sich, alle Anträge im Landtag vorher mit den Regierungsparteien zu koordinieren, um auszuschließen, dass CDU, FDP und AfD gemeinsam die Regierung blockieren. Gleichzeitig sollen sich linke, SPD und Grüne im Vorfeld mit der CDU über die Pläne einigen.

Auch der Staatshaushalt für 2021 sollte auf diese Weise aufgestellt werden. [141] Die aktuellen Tarifverträge stehen zum Download zur Verfügung: Sowohl mit dieser Vereinbarung als auch mit Kemmerichs Wahl zuvor, die eine Kooperation mit der AfD war, verstößt die CDU Thüringen gegen einen Unvereinbarkeitsbeschluss der Bundespartei, der jede Zusammenarbeit mit Linken und AfD ausschließt. Die Bundesebene der CDU lehnt den Kompromiss daher ab. Ihr Generalsekretär Paul Ziemiak sagte, es gehe “um die […] Grundüberzeugungen und Werte [der CDU] und nicht politische Spiele.” Mike Mohring widersprach, “dass die Gruppe stabile Bedingungen nicht ablehnt und Angebote von anderen für eine stabile Situation annehmen wird”. [142] Die FDP-Fraktion beschloss, ihren Fraktions- und Landesvorsitzenden Thomas Kemmerich im dritten Wahlgang kandidieren zu lassen, falls Bodo Ramelow zuvor zweimal scheiterte. [18] Nach eigenen Angaben handelte es sich vielmehr um eine symbolische Kandidatur, um den beiden Kandidaten von links und rechts eine “bürgerliche Alternative” zu bieten. Sie wollten aber nur kandidieren, wenn die AfD auch einen eigenen Kandidaten schickte, um keine Stimmen von der AfD zu bekommen, weil sie davon ausging, dass die AfD für einen eigenen Kandidaten stimmen würde. [19] Am Tag nach der Wahl gab Kemmerich in einem Interview im Heute Journal zu, dass das Gegenteil zu erwarten gewesen wäre. Die FDP schloss jedoch jederzeit eine Zusammenarbeit oder Einigung mit der AfD aus.

Gleichzeitig gab es keinen Plan für die nächsten Schritte bei der Regierungsbildung. . Der Manteltarifvertrag See (MTV See) bietet den anerkannten Rahmen für die Arbeitsbedingungen von Seeleuten in der deutschen Seeschifffahrt. Sie enthält Vorschriften von langfristigem und allgemeinerem Charakter, deren Gültigkeitsdauer nicht eingeschränkt wurde. Der MTV See geht nicht auf das Lohnniveau ein, da diese im Heuertarifvertrag See (HTV See) festgelegt sind. Der HTV See wird in kürzeren Abständen zur Lohnanpassung neu verhandelt. . Kemmerich kündigte zudem an, auf sein Gehalt als Ministerpräsident und die Übergangszulage zu verzichten, die am Ende seiner Amtszeit zu zahlen sei. Das wären insgesamt mindestens 93.000 Euro gewesen. Wenn dies nicht möglich sei, würde er etwas über sein parlamentarisches Gehalt hinausgehende an Thüringer Organisationen wie den Verein der Opfer des Stalinismus[103] oder die Arbeitsgemeinschaft zur Aufarbeitung der SED-Diktatur spenden. [104] Als kritikiert wurde, dass auch ehemalige AfD-Mitglieder im ehemaligen Verein aktiv seien, zog er seine diesbezügliche Ankündigung zurück.

[105] Nach der Wiederwahl von Bodo Ramelow als sein Nachfolger war klar, dass sich die Gesamtzahlungen (inklusive Übergangszulage und Zahlung für den gesamten März) an Kemmerich auf rund 110.000 Euro belaufen würden. Seit seiner Wahl zum Ministerpräsidenten ist Kemmerich laut FDP-Landesvorstand einem organisierten “Hass in Form von Drohbriefen und Massensendungen” ausgesetzt.